Essentials #1: Die Wahl des richtigen Rucksacks für Work & Traveller

Whohoo, es geht auf die spannende Phase zu. In den letzten Wochen habe ich alle wichtigen Sachen gekauft, die ich definitiv in Australien brauchen werde. Und dazu gehört, ganz klar, der Rucksack! In diesem Post möchte ich 1.) darüber sprechen, ob man besser einen Rucksack oder einen Koffer mitnimmt, 2.) drei Reisetypen vorstellen und welche Rucksackarten am besten zu ihnen passen, und 3.) ein paar Tipps geben, worauf man beim Kauf achten sollte. 
Am Ende verlinke ich euch noch einen Artikel über meinen Rucksack und seine Funktionen. 


Dieser Post ist Teil der "Essentials"-Reihe:
Essentials #2: das richtige Schuhwerk

1.) Rucksack oder Koffer
Man fährt in den Sommerurlaub und natürlich nimmt man einen Koffer mit. Bei Work and Travel ist das nicht zwingend so. Ein waschechter Backpacker reist selbstverständlich mit seinem Backpack.
Der große Vorteil des Koffers gegenüber dem Rucksack: man muss ihn nicht tragen. Abgesehen davon hat man mit dem klassischen Koffer den besseren Zugang zu seinem Gepäck.
Die meisten Rucksäcke befüllt man von oben, doch es gibt auch Modelle, die man von vorne bepacken kann - dazu im nächsten Post mehr. Außerdem ist es kein Problem mit dem Rucksack von A nach B zu kommen, wenn man z.B. über felsiges oder sandiges Gelände gehen muss. Den Koffer darüber zu ziehen ist anstrengender, als ein paar Meter den Rucksack zu tragen. Und man hat die Hände frei.
Wenn man im Vorhinein weiß, man reist nur durch die großen Städte, dann tut es sicherlich auch ein normaler Koffer. Im Outback hat der Rucksack jedoch mehr Vorteile. Es gilt das, was immer gilt: es gibt für jeden das Richtige!


2.) Reisetypen und ihre Rucksäcke
So wie ich das beurteilen würde gibt es drei verschiedene Typen von Rucksackreisenden.
Diese haben verschiedene Bedürfnisse, die die Rucksäcke erfüllen müssen.

1. Der Reisefreudige:
Der Reisefreudige hat Spaß daran, von einem Ort in den anderen zu fahren. Dort unternimmt er kleine Ausflüge und Touren mit einer Dauer von 2-3, manchmal auch 4-5 Stunden. Für ihn eignen sich am besten ein großer Rucksack, in den er alle Reiseklmotten packen kann, sowie ein kleiner Rucksack, ein sogenannter Daypack, für die Ausflüge. Dort muss Proviant, Wasser, Portemonnaie, evtl. soetwas wie Pflaster oder ein Erste-Hilfe-Set, etc. rein. Er ist quasi wie die alltägliche Handtasche der Frau. Dabei sind 20-25 Liter Rucksäcke vollkommen ausreichend - zur Not passt auch noch die Regenjacke rein. Beim Kauf eines solchen Daypacks sollte man darauf achten, dass er wasserabweisend ist und bequem sitzt - besonders sollte er nicht an den Schultern drücken. Hier ist ein Amazon-Link, wo ihr euch einen solchen Rucksack als Beispiel angucken könnt (http://amzn.to/29nfXd7). Dieser hier ist von Jack Wolfskin und er ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich.

2. Der Unternehmungslustige:
Der Unternehmungslustige zeichnet sich dadurch aus, dass er, wenn er an einem Ort ist, diesen auch gerne gut kennenlernen möchte. Dafür bucht er Tagestouren oder unternimmt auf eigene Faust etwas. Manchmal ist der von morgens 8 Uhr bis abends 8 Uhr unterwegs. Abgesehen von seinem normalen Reiserucksack braucht auch er ein Daypack, aber ein wenig größer und stabiler. Er sollte so zwischen 30 und 40 Litern Platz haben, so passt auch Wechselkleidung und eine All-Wetter-Jacke ins Gepäck. Für warme Gegenden empfiehlt sich auch eine Lüftung am Rücken, sowie ein Metallgestell. Die Lüftung sorgt für weniger Schweißbildung und so für einen angenehmeren Tragecomfort, während das Gestell stützt und entlastet. Ebenfalls praktisch sind Hüftgute, bzw. -polster. Diese sichern den Rucksack an der Hüft und erhöhen ebenfalls den Tragecomfort. Dieser Rucksack (http://amzn.to/29lcaxs) entspricht genau den Bedürfnissen von unternehmungslustigen Tagestourern. Er ist wasserdicht und ebenfalls in vielen verschiedenen Farben erhältlich.

3. Der Hardcore-Tourer:
Der Hardcore-Tourer reist, um jede Facette des Landes kennen zu lernen. Er unternimmt gerne Mehrtagestouren, bei denen er wandert und klettert. Zum Schlafen schlägt er ein Zelt auf und campt, am nächsten Tag geht die Wanderung weiter. Er muss sein ganzes Zeug in einem Rucksack beisammen haben. Für ihn eignet sich unter Umständen auch eine Trinkblase. Diese dient dazu, nicht immer die Trinkflasche rausholen zu müssen, was besonders beim Klettern praktisch ist. Desweiteren ist es wichtig, dass der Rucksack nicht zu groß ist. Es gibt auch 90 Liter Rucksäcke, diese sind für solche Touren aber eher ungeeignet. Schließlich muss man über einen langen Zeitraum viel Gewicht tragen. Je größer der Rucksack, desto mehr neigt man dazu zuviel einzupacken. Es gilt also die Regel "Weniger ist mehr!" Dieser Deuter Rucksack für Herren (http://amzn.to/29kgtfT) und Vaude Rucksack für Frauen (http://amzn.to/29nqqFx) sind speziell für solche Touren geeignet. Man kann die Rückenlänge variieren, sodass der Rucksack angenehm sitzt und die dicken Hüftpolster helfen der Entlastung. Denn man sollte im Optimalfall ca 70% des Gewichts auf der Hüfte tragen, und nur 30% auf den Schultern. Die Rucksäcke fassen 60 Liter Volumen, man kann sie allerdings auch mit 70 (dafür das +10 hinter der Volumenangabe) füllen, wenn man clever packt. Dennoch sollte es nicht Ziel sein, den ganzen Rucksack zu füllen. Wenn man nur 55 Liter packt ist das auch okay und obendrein auch noch leichter. Zumal an den Rucksäcken ja auch noch das Zelt und die Isomatte befestigt werden müssen/können.
Ich hoffe, das konnte euch einen guten Überblick geben, was ihr so brauchen könntet. Ihr kennt euch sicherlich gut genug, um zu wissen, welcher Typ ihr seit. Die verlinkten Rucksäcke sind natürlich nur Beispiele, damit ihr eine Vorstellung davon bekommt, was ich so meine, ihr müsst nicht speziell diese kaufen.


3.) Tipps beim Kauf
Bei Daypacks ist das Aufprobieren des Rucksacks nicht so wichtig wie zum Beispiel bei jemandem, der seinen Rucksack kilometerweit schleppen muss. Besonders Reisetyp 1 braucht sich nicht verrückt zu machen und einen 150 Euro Daypack kaufen - es sei denn natürlich, er möchte das.
Bei Trekkingrucksäcken würde ich aber immer dazu raten. Fahrt in einen Outdoorladen und probiert den Rucksack auf. Nicht jeder passt auch zu jeder Körpferform - mal ganz abgesehen davon, dass jeder andere Eigenschaften des Rucksacks komfortabel findet. Was der eine besonders mag findet der andere vielleicht ganz schrecklich. 
Mein zweiter Tipp ist es, sich beraten zu lassen. Greift nicht einfach wahllos zu irgendeinem Rucksack, sondern sprecht mit Mitarbeitern. Die haben die meiste Ahnung und können genau sagen, welcher Rucksack für welchen Zweck am geeignetsten ist und welcher zu eurem Körper passt. Zudem können sie genau erklären, mit welchem der vielen Riemen man was einstellt. Natürlich entscheidet am Ende ihr, aber ein bisschen qualifizierte Hilfe kann einen in dem Meer aus Rucksäcken durchaus wieder an Land ziehen.
Lasst euch außerdem den Rucksack, den ihr aufprobieren möchtet, mit Gewichten füllen. Einen leeren Rucksack aufzusetzten hilft nicht bei der Beurteilung über Bequemlichkeit. Abgesehen davon bekommt ihr so eine erste Vorstellung davon, wieviel so ein Rucksack an Gewicht fassen kann und wie es sich anfühlt, dieses zu tragen. Viele tun das einfach ab, so nach dem Motto "14 Kilo?! Pff, die trage ich auf einer Schulter." Häufig vertut man sich, denn 14 Kilo sind schon verdammt viel. Besonders wenn man vorher keine Erfahrungen mit dem Rucksackkauf und -reisen hat.
Wenn ihr dann den Rucksack aufhabt geht ein Stück durch den Laden. Ja, das mag sich vielleicht bescheuert anhören, aber ihr tut euch damit nur einen Gefallen. Ihr werdet euch wundern, wie schnell man Kleinigkeiten an Rucksäcken bemerkt was den Comfort betrifft, wenn man 3 Minuten durch die Gegend läuft.
Am Ende entscheiden Praktikabilität und der Comfort, welchen Rucksack man kauft - nicht aber das Aussehen. Der Rucksack sollte in erster Linie praktisch sein und bequem sitzen. Wenn er das nicht tut kann er noch so totchic sein, ihr werdet keine Freude an ihm haben. Wenn er aber super sitzt kann man auch mal damit leben, wenn es nicht die Lieblingsfarbe sondern vielleicht ein Steingrau ist. Ihr selbst seht ihn eh nicht, wenn ihr ihn tragt.

Wenn ihr ein Daypack Typ 2 kaufen wollt, wäre es nicht zu eurem Nachteil, auch diesen mal mit Gewichten zu testen. Hier gibt es allerdings nicht so große Unterschiede und Möglichkieten wie bei den großen Trekkingrucksäcken.


Fazit
Rucksäcke gibt es viele, aber nicht jeder passt zu einem. Nehmt euch die Zeit, informiert euch und probiert mal ein paar auf. Es wird euch hinterher nur helfen!


Wenn ihr diesen Post hilfreich oder interessant fandet, würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen. Ihr könnt mir gerne mal schreiben, welcher Reisetyp ihr seit, das interessiert mich sehr. Ich würde mich selbst zwischen 1 und 2 einordnen
Ansonsten besucht gerne meine Social-Media-Seiten und unterstützt mich, indem ihr diesen Blog teilt.

Ich habe außerdem etwas über meinen Rucksack (siehe Foto oben) und seine Funktionen erzählt. Dort habe ich versucht euch auch noch genauer anhand von Fotos zeigen, was die Benutzung angenehmer macht und allgemein hilfreich ist. Wenn ihr interessiert seid, dann klickt einfach hier.


Ich bedanke mich recht herzlich fürs Lesen,

Lea

Wenn ihr noch mehr Informationen und vor allem ein paar Testberichte zu verschiedenen Ruckäcken haben wollt, dann schaut mal hier vorbei. Vanessa und Christoph haben von Reise-durch-Australien.de haben einige getestet.

Kommentare

  1. Super Bericht!
    Werde mich nach deinen Tipps richten wenn ich mir ein Rucksack o.ä. kaufen werde!
    Weiter so

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