Darum lohnt sich Work and Travel - 10 + 1 GRÜNDE

Das Zielland ist gewählt. Aber einfach so fahren kann man schlecht, man braucht nun ein Reiseprogramm. Was für einen das Richtige ist, ist individuell. Im Folgenden werde ich 11 Gründe nenne, aus denen man sich für oder natürlich auch gegen Work and Travel entscheiden kann.
Ich hoffe, ich kann euch die Entscheidung ein bisschen leichter machen.

1. Geld für die Reise:
Work and Travel hat im Gegensatz zu normalen Reisen den Vorteil, dass man nicht schon vorher das ganze Geld zusammen gespart haben muss. Einen Teil natürlich schon, damit man z.B. den Flug bezahlen kann, aber einen Großteil kann man sich im Reiseland erst verdienen. Damit kann man dann am Ende des Aufenthalts den Travel-Teil finanzieren.

2. Gute Bezahlung:
Die Australier wissen, dass sie Jobs anbieten müssen, die Reisende ohne besondere Qualifikationen erleigen können und in denen sie gleichzeitig genug Geld verdienen, um sich mindestens den Lebensunterhalt vor Ort zu finanzieren. Viele Arbeitgeber bezahlten zudem noch ein gewisses Geld mehr, damit man auch noch etwas sparen kann.
Selbstverständlich kommt es auch ein wenig auf die Art der Arbeit an. Arbeitet man im Büro bekommt man sicherlich etwas mehr als beim Fruitpicking.

3. Selbstständigkeit und Eigenverantwortung lernen:
Man ist selbst dafür verantwortlich, ob man einen Job bekommt oder nicht - Stellen gibt es genug. Man muss, egal ob man mit organisation fliegt oder nicht, selbst dafür sorgen, dass man Geld verdient. Wer keinen Job hat, der bekommt auch kein Geld. Ob das jetzt ein Vor- oder ein Nachteil ist muss jeder selbst für sich entscheiden. Man lernt auf jeden Fall, eigene Verantwortung zu übernehmen und selbstständig zu sein. Und das kann im späteren Leben nur von Vorteil sein.

4. Der verantwortungsvolle Umgang mit Geld:
Logisch, wenn man alles Geld, was man verdient, direkt für allen möglichen Schnick-Schnack ausgibt, hat man am Ende der Woche schon nichts mehr übrig. Deswegen muss man sich sein Gehalt gut einteieln lernen, man hat ja nur ein gewisses Budget, welches man ausgeben kann - besonders wenn am Ende noch was übrig bleiben soll. 
Mein Tipp: Wenn man weiß, wieviel Geld man pro Monat bekommt, dann kann man sich überlegen, wieviel man gerne zur Seite legen möchte. Sagen wir, ich bekomme pro Monat 1.500 AUS$, davon möchte ich gerne 300$ sparen. Dann kann ich versuchen, von den restlichen 1.200$ alle laufenden Kosten zu bezahlen. Und wenn es mal nicht reicht und ich 50$ zusätzlich brauche, habe ich zur Not noch etwas.
Das ist selbstverständlich nur ein Beispiel, aber ich denke daraus geht hervor, was ich sagen möchte. Und man sollte sich natürlich das Geld so einteilen, dass man nicht zu "luxuriös", aber auch nicht zu bescheiden lebt.

5. Die freie Wahl:
Anders als bei Au Pair hat man die freie Jobwahl. Büro, Restaurant, Perlentaucher, Farm - alles ist möglich. Man muss nur die Augen offen halten und auf die Leute zugehen. Das Angebot ist also sehr vielfältig, man muss nicht in einem bestimmten Bereich arbeiten.

6. Neue Fähigkeiten:
Wann hat man in seinem Leben schon einmal die Chance, mit Perlentauchen Geld zu verdienen? Ein Backpacker Job muss nicht immer langweilig oder eintönig sein. Man sammelt bei jedem Job neue Fähigkeiten und positive Erfahrungen - es reicht ja schon, wenn man hinterher besser auf Leute zugehen kann, weil man gekellnert hat oder resistenter gegen Stress ist, weil man eine gewisse Soll-Zahl erfüllen musste.

7. Angaben im Lebenslauf:
Ein Auslandsaufenthalt zeigt sich immer positiv. Für einen potentiellen Arbeitgeber bedeutet es, dass man selbstständig und offen ist, und Verantwortung übernimmt. Wenn man nun auch noch angeben kann, dass man in dem fremden Land gearbeitet hat, umso besser.

8. Perspektivwechsel:
Es gibt viele schöne Reiseländer, tolle Strände, immer viel Sonne... Aber man lernt ein Land erst dann richtig kennen, wenn man es von allen Seiten betrachtet. Wer kann sich schon vorstellen, wie es ist, wenn man 340 Tage im Jahr bei 35° schuften muss? Durch Work and Travel bekommt man einen ganz anderen Eindruck vom alltäglichen Leben, egal, ob man jetzt in Marokko, Sibirien oder Australien ist.

9. Vielfältig und geschlechtsunabhängig:
Wie, nur Männer können in der Forstwirtschaft arbeiten? Und ein Job im Kindergarten ist nur was für Frauen? Bei Work and Travel kann sich jeder für jeden Job bewerben, der ihn/sie interessiert. Dabei wird nicht so sehr darauf geachtet, ob man männlich oder weiblich ist. Jeder verdient das gleiche Geld für die gleiche Leistung.
Beispiel: Beim Fruitpicking wird man häufig nach Menge bezahlt. Wenn Sarah also mehr pflückt als Paul, bekommt sie auch mehr Geld.

10. Man trifft auf Gleichgesinnte:
Dadurch, dass ein großer Teil der "einfachen Arbeiten" von Work and Travellern erledigt wird, hat man in den meisten Jobs viel mit Gleichgesinnten zu tun. Das bedeutet zwar nicht unbedingt, dass diese auch aus dem gleichen Land kommen, aber sie sind genau so fremd in dem Land wie ihr auch. Wenn man gleichzeitig mit jemand anderem eine neue Arbeit antritt, dann fühlt man sich nicht so alleine und wenn jemand schon länger dort ist, kann diese Person besonders gut helfen und erklären, weil sie selbst in der gleichen Situation war.

11. Sprachkenntnisse:
Ich denke, hierzu muss ich nicht soviel sagen. Selbstverständlich bessern sich die Sprachkenntnisse deutlich, wenn man viel mit Einheimlischen zutun hat. Wenn man nur zeit mit seinen deutschen Freunden verbringt, lernt man weder die Sprache, noch das Land besser kennen.

Ich hoffe, diese kleine Liste konnte euch helfen, euch für oder gegen Work and Travel zu entscheiden. Wenn euch der Post gefallen hat, dann lasst mir gerne euren Kommentar da, teilt diesen Artikel und folgt mir auch meinen Social-Media Seiten, um nichts mehr zu verpassen.
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Vielen Dank fürs Lesen,

Lea

Kommentare

  1. Hallo :)
    Ich kann mich auch nicht entscheiden, ob ich Work and Travel oder Au Pair machen soll. Aber ich denke dein Eintrag hat mir geholfen

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  2. @anonym
    Du kannst auch beides machen. Ich wollte anfangs Aupair machen, aber irgendwie habe ich auch Lust auf Abenteuer und möchte nicht nur in einer Familie leben. Wenn ich schon mal in Australien bin, dann möchte ich so viel sehen wie möglich und am besten ein mal kreuz und quer mit anderen Verrückten durch Australien.
    Also werde ich einfach ohne Organisation gehen und schon kann ich alles so machen wie ich möchte:) es gibt viele Familien, die nur ein Aupair für 3 Monate brauchen. Alles möglich in Australien, wenn man sich nicht mit ner Organisation einschränken lässt :p

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    1. Hallo Anonym :)
      Es ist sicherlich beides reizvoll. Für mich persönlich ist Au Pair nichts, deswegen habe ich nur Gründe für Work and Travel aufgelistet. Aber es gibt sicher für jeden das richtige und auch die richtige Kombination :)
      Liebe Grüße, Lea :)

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